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#26 – Lehrgeld & Schule

SpotBeat Family Podcast
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#26 - Lehrgeld & Schule
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Vor einiger Zeit habe ich beim Autofahren vor mir her gegrübelt und mir mal ausgerechnet wieviel unserer Lebenszeit wir eigentlich gegen Jeden Euro eintauschen, den wir so verdienen. Es ist keine komplizierte Berechnung, aber eine vielleicht etwas ungewohnte Betrachtung von Geld.

Jeden Euro, den wir als Familie ausgeben, müssen wir zuvor gegen zwei Minuten unserer Lebenszeit eingetauscht haben. Zwei Minuten, in denen wir etwas tun oder uns mit etwas beschäftigen müssen, was wir normalerweise gar nicht tun würden und oft auch gar nicht tun wollen.

Zwei Minuten, in denen wir anderen helfen weiterzukommen, während wir uns diesen einen Euro in die Tasche stecken.

Und was machen wir dann mit diesem Euro?

Na ist doch klar. Ihr reinvestiert ihn und lässt ihn kleine Kinder-Euros machen. Auf diese Weise mehrt ihr euer Vermögen und seit in einigen Jahren finanziell unabhängig. Ihr könnt dann ein freies, selbstbestimmtes Leben ohne Zwänge führen.

Nein, das tuen wir nicht. Ich meine wir sollten es tun, aber das tuen wir nicht.

Sondern?

Na wir werfen ihn zum Fenster raus!

Willkommen bei der 26. Folge des SpotBeat Family Podcasts. Mein Name ist Sergej.

Wenn es ein Wort gibt, dass mir die letzten Wochen immer wieder in den Sinn kommt, dann ist es „Lehrgeld“. Im Duden steht:

Lehrgeld bezahlen bedeutet: Durch Unerfahrenheit Schaden erleiden.

So, So. Durch Unerfahrenheit Schaden erleiden. Jepp, klingt nach mir.

Da wir aktuell viel bei eBay-Kleinanzeigen inserieren und bei uns praktisch täglich Leute ein- und ausgehen, verkleinert sich unser Haushalt Stück für Stück.

Neulich haben wir eine fette Kiste mit zwei Kaffeemaschinen zur Post gebracht. Eine davon war nagelneu. Es waren Hightech-Geräte von Bonaverde. Ein Startup, in das ich mal bei Kickstarter 2000€ investiert hatte. Als Dankeschön gab es neben einer Palme mit meinem Namen in Peru, dann die beiden Geräte, die je einen Wert von immerhin 900€ hatten.

900€, ja? Den hatten sie bevor Bonaverde pleite gegangen ist. Und was sind die beiden Geräte, die ohne die Bonaverde-Server überhaupt nicht funktionieren, heute so wert?

Tja, ich war ehrlich gesagt froh dass mir der Käufer immerhin 30€ gezahlt hat.

Autsch.

In Zeit ausgedrückt, hat uns dieser Verlust unter’m Strich 66 Stunden unserer Lebenszeit gekostet. Aber das ist ehrlich gesagt noch gar nichts, im Vergleich zu dem was ich mir für den Schluss aufgehoben habe.

Es tut weh Dinge wegzugeben, die wir uns irgendwann angeschafft, aber nie wirklich gebraucht haben und jetzt teilweise für einen Zehntel des ursprünglichen Preises weggeben. So gesehen verkürzt nicht nur Rauchen und Alkohol das Leben, um einige Jahre, sondern auch undurchdachter Konsum. Und wirklich glücklich hat es ja auch nicht gemacht.

Seit etwas mehr als drei Monaten sind wir wieder zurück und arbeiten uns durch ein dicke Checkliste durch, die wir uns bis Ende August als Ziel gesetzt haben. Freunde von uns fragten mich heute, wie es uns in Deutschland so ergeht.

Jo, fetten Gruß an Anton und Vica nach Portugal!

Um ehrlich zu sein fühlen wir uns wie auf heißen Kohlen. Ein Gefühl der Dringlichkeit treibt uns an, denn wir fühlen uns hier nicht mehr zu Hause und auch nicht mehr als Teil dieser Gesellschaft. Wobei ich selbst nicht genau weiß, welche Gesellschaft ich eigentlich meine. Denn sind die in Deutschland lebenden Menschen nicht eher nur noch ein Haufen Splittergruppen, die eine Meldeadresse als den größten gemeinsamen kulturellen Nenner haben?

Die meisten Gespräche gleichen einem verminten Gelände. Wir passen auf was wir sagen, wann wir es sagen und zu wem wir es sagen. Nach Möglichkeit so oberflächlich, wie es geht. Aber diese Selbstzensur ist allgegenwärtig und auch bei anderen zu spüren. Selbst in der eigenen Familie.

Manche Themen sind regelrecht Dynamit. Aktuell ist es der Krieg. Aber noch vor ein paar Monaten hat ein großer Prozentsatz der Bevölkerung Blut und Galle gespuckt, wenn es um s.g. un­ge­impfte wie uns ging. Diese Menschen sind nicht weg. Sie sind noch immer da und leben unter uns. Sie sind diesbezüglich nur entspannter, weil im Fernsehen gerade ein neues Thema Sendezeit bekommen hat, damit auch andere Wirtschaftszweige ihren Schnitt machen können.

Aber der Hebst kommt und sobald das Radio die Pandemie aus der Schublade holt, werden diese Menschen das tun, was sie tun sollen.

Das ist Ketzerei und das weißt du! Du solltest dankbar dafür sein im Besten Deutschland aller Zeiten leben zu dürfen.

Ja, ja, das kann schon sein. Aber wir können es kaum erwarten wieder loszuziehen und Abstand zu gewinnen. Und genau darauf arbeiten wir hin.

Die größte Baustelle ist bisher das Haus. Deshalb haben wir uns Anfang Juni eine Art System ausgedacht und gehen mehrmals die Woche stupide danach vor.

Vereinfacht gesagt haben wir in 5 Ecken großzügig Platz freigeräumt und sortieren alles, was wir in die Finger bekommen in eine dieser 5 Ecken ein.

In die erste kommt alles, was wir verschenken. Also Sachen, die zu schade zum Wegschmeißen sind. Bevor wir es da ablegen, knipsen wir Fotos und erstellen eine Kleinanzeige. Das gleiche gilt für die zweite Ecke. Dort lagert alles, was wir ebenfalls inseriert haben, aber verkaufen möchten.

In der dritten Ecke landet alles, was wir behalten und ins neue Haus auf Rädern mitnehmen werden. Dazu gehört z.B. mein ganzes Werkzeug, aber auch solche Sachen wie Flugdrachen und Winterklamotten. Also Zeugs, dass wir vermutlich auch unterwegs brauchen werden.

In Ecke nr. 4 lagert die Grundausstattung einer Wohnung, die wir uns vielleicht in Spanien zulegen. Ist bisher nur so ein Gedanke und nichts Spruchreifes. Wir können beispielsweise die Küche, das Badezimmer und einige Schlafzimmer bereits jetzt komplett ausstatten – inklusive Möbel.

In der letzten Ecke lagern wir den Schrott, den wir regelmäßig entsorgen.

Große Schritte können wir nicht machen. Denn neben dem Vollzeitjob, den Kindern, dem Haushalt und den sonstigen Verpflichtungen, ist die freie Zeit knapp. In dem wir aber jeden Tag versuchen mindestens einen Punkt auf der Checkliste abzuhacken, machen wir kleine, aber stetige Fortschritte.

Wir haben beispielsweise neue Reisepässe beantragt. Ist zwar nur eine Kleinigkeit, aber nachdem wir bei der Gemeinde lächerliche drei Wochen auf einen Termin warten mussten, ist das eine Aufgabe, die wir einplanen mussten.

Auch beim LKW-Führerschein sind wir weiter. Der Antrag auf Führerscheinerweiterung ist gestellt und ich habe mich für einen drei Wochen Intensivkurs angemeldet. Am 29. August geht es los. Und wenn ich mich nicht allzu blöd anstelle, könnte ich am 16. September etwas zu feiern haben.

Ja aber nur, wenn dein Antrag auch tatsächlich genehmigt wird. Vielleicht musst du ja doch nochmal zum Herz-Doktor. Und so wie die Spezialärzte drauf sind, bekommst du nen Termin im Jahr 2025 oder so.

Ein weiteres Kopfschmerz-Thema ist die Schule unserer Kinder. Bzw. es war mal ein Kopfschmerz, denn wir haben uns entschieden und unser Bauchgefühl sagt, dass es die richtige Entscheidung war.

Die beiden älteren gehen ab September an die Wilhelm von Humboldt Online Privatschule. D.h. sie werden in Zukunft in den eigenen vier Wänden zur Schule gehen und mit deutschsprachigen Kindern lernen, die über die ganze Welt verstreut sind. Deren Eltern ticken praktischerweise so ähnlich wie wir, so dass sich da sicherlich interessante Bekanntschaften ergeben werden.

Mit der Jüngsten lassen wir uns noch ein halbes Jahr Zeit und sehen erstmal, wie es mit den älteren läuft. Das hat auch einen logistischen Grund. Denn das Schuljahr beginnt Anfang September und keins unserer Kinder hat zuvor länger als 10 Minuten auf den Monitor eines Computers gestarrt.

Heißt für uns: Wir sollten die ersten Tage dabei sein und einspringen, falls es mal Probleme mit der Technik gibt. Und je kleiner die Kinder, desto mehr müssen sich die Eltern einsetzen.

Ah Privatschule. Bist jetzt was Besseres, wa?

Also über die Qualität der Schule können wir noch nichts sagen. Aber wir haben die beiden Gründer kennengelernt und haben ein gutes Gefühl bei der Sache. Und ich verrate dir auch warum.

An der Schule sind bislang 250 Schüler eingeschrieben, die mit ihren Familien über den ganzen Globus verstreut sind. Einige Familien sind beruflich im Ausland unterwegs, andere reisen als digitale Nomaden. Also genau das, was auch wir tun wollen.

Die Kinder sitzen praktisch im selben Boot und können sich über alle Themen austauschen, die ihnen unterwegs begegnen.

Oder sich gegenseitig die Wunden lecken. Je nachdem wie man es betrachtet.

Nein, die Kinder haben Bock drauf. Das zumindest reden wir uns ein.

Die Schule beginnt um 14:00 Uhr und endet zwischen 18:00 und 20:00 Uhr deutscher Zeit. Das hat einfach mit der Zeitverschiebung zu tun und ist ein Kompromiss. Die Kinder in Süd- und Nordamerika fangen um 6:00 morgens an, während unsere ausschlafen können.

Wir wissen selbst noch nicht, wie sich das auf unseren Alltag auswirken wird, aber wecken werden ich sie wohl nicht mehr müssen. Außerdem gab es Jubelrufe, als sie davon erfahren hatten. Mal sehen, wie das in der Praxis aussehen wird.

Die Schule ist in Deutschland als Privatschule offiziell anerkannt und arbeitet inhaltlich nach dem Baden-Württembergischen Lehrplan. Es gibt also gewisse Pflichtthemen und Pflichtfächer, die auf dem Programm stehen, damit die Kinder jederzeit in eine offline Schule wechseln können.

Aber anders als die Schulvollzugsanstalten in Deutschland, ist diese in Kalifornien gemeldete Schule kaum greifbar für die Politik. D.h. im Gegensatz zu der Grundschule meiner Kinder, konnte das s.g. Bildungsministerium an dieser Online Schule die letzten zwei Jahre keinen Schaden anrichten.

Neben den Pflichtthemen sind die Kindern ansonsten frei selbst zu bestimmen, was in der Schule passiert. Klausuren gibt es kaum. Benotet werden Mitarbeit, Gruppenarbeiten und Projekte.

In der Natur einer Online Schule liegt es, dass die Kinder früh den Umgang mit Computern, Internet, Medien und digitalen Werkzeugen erlernen. Das ist also kein Fach, das 1x die Woche unterrichtet wird, sondern Tagesgeschäft, um überhaupt am Unterricht teilnehmen zu können.

Alle Unterlagen, Bücher, Aufgabenzettel, Notizen usw. liegen digital vor und ab der 7. Klasse gibt es Informatik als Schwerpunkt.

Der Unterricht findet in virtuellen Klassenräumen statt, wobei eine Klasse aus maximal 15 Kindern besteht. Für gemeinsam zu lösende Aufgaben unterteilt der Lehrer die Klasse in Gruppen von 3-4 Kindern und lässt sie dann in eigene virtuelle Klassenräume wechseln, in denen die Kinder nur sich selbst sehen und hören können.

Ok, Ok, schon verstanden – du bist begeistert. Aber was kostet der Spaß?

Es gibt natürlich noch mehr zu erzählen, aber ich denke ich komme auf das Thema zurück, sobald wir praktische Erfahrung gesammelt haben. Vielleicht ist das alles gar nicht so toll.

Bezüglich der Kosten haben wir keine Geheimnisse. Günstig ist es nicht. Noch bevor die Schule begonnen hat, haben wir 3500€ für zwei Kinder überwiesen. In dieser Summe ist die Kaution, Schulgeld und Anmeldegebühren.

Das monatliche Schulgeld beträgt 395€ pro Kind – also 9480€ für beide Kinder pro Jahr. Zusammen mit den beiden gebrauchten MacBooks für jeweils 600€, kann uns keiner vorwerfen, dass wir nicht in die Bildung unserer Kinder investieren.

Aber Spaß beiseite. Wir haben natürlich auch Alternativen geprüft und auch in Erwägung gezogen unserer Kinder gar nicht mehr in die Schule zu schicken. Also das was wir ein halbes Jahr in Spanien gemacht haben. Da gibt es nur ein Problem.

Sie nicht in die Schule zu schicken bedeutet, dass sie eine Menge freie Zeit haben. Und diese freie Zeit wollen sie gefüllt bekommen.

Das ist doch einfach. Jeder bekommt ein Smartphone, ein Netflix, Instagram und YouTube Zugang und dann werden sie schon was lernen.

Genau, und weil das eben keine Lösung ist – zumindest nicht für uns – muss sich einer von uns zu jemanden entwickeln, der den Kindern Bedarfsgerechten Input liefert. In Form von Ideen, von Material, von Wissen usw. Also eine Art Mentor werden, der erkennt wofür die Kinder gerade brennen und dann das passende Brennholz sucht und dazu wirft.

Und weil ich mich eben noch nicht zum Vater des Jahre entwickelt habe – was zum Teil meiner mangelnden Geduld zu verdanken ist – würde dieser Job eindeutig an meiner Frau kleben bleiben. Was sie sich sogar gut vorstellen könnte.

Aber: Noch müssen wir beide unsere Lebenszeit gegen Geld tauschen und bis es soweit ist, dass wir in unsere Freilerner-Eltern-Rolle schlüpfen können, brauchen wir eine Übergangslösung.

Und so ungern ich es auch zugebe, aber die Online-Schule ist in gewisser Weise ein Dienstleister für uns, den wir dafür bezahlen, dass sich ein paar Stunden am Tag jemand vernünftig mit unseren Kindern beschäftigt, damit sie eben nicht vor dem Fernseher verblöden.

Also zum Mitschreiben: du möchtest jemanden dafür bezahlen, der deine Kinder bespaßt, damit du mehr Zeit hast das Geld zu verdienen, um diesen Jemanden zu bezahlen?

Äh, darüber muss ich mal nachdenken….

Wie auch immer. Das Problem Schule haben wir entschärft und nehmen sogar einige Vorteile mit.

Wir müssen uns z.B. nicht mehr den Vorwurf gefallen lassen, dass unsere Kinder verblöden, was meine Frau und mich psychisch entlastet.

Die Kinder besuchen zwar eine Schule, aber eine, die sich der Willkür der Politik nicht fügen muss.

Sie haben weiterhin eine Routine, was ihnen mehr Stabilität gibt und sie bekommen ein soziales Umfeld – auch wenn es nur virtuell ist.

Und wir sind ortsunabhängig, weil wir die Schule überall hin mitnehmen können, wo wir eine stabile Internetverbindung haben. Wir sind also zufrieden. Zumindest vorerst.

Ein letztes Thema habe ich noch auf dem Zettel. Eins bei dem mir das Herz blutet.

Oh, oh. Jetzt kommst.

Wir haben unser Wohnmobil verkauft,

Verkauft? Du meinst verschenkt.

Ja, verschenkt trifft es eher. Ich zitiere nochmal den Duden:

Lehrgeld bezahlen bedeutet: Durch Unerfahrenheit Schaden erleiden.

Nun, was ist passiert? Nachdem wir zwei Monate lang versucht hatten das das Wohnmobil zu verkaufen und den Preis immer weiter gesenkt hatten, kamen so gut wie kein Anfragen. Die zwei Pärchen, die sich das Wohnmobil privat zulegen wollten, hatten kein gutes Gefühl – und sie hatten recht.

Im Nachhinein ist es sogar gut, dass wir die Elefantenkuh nicht privat verkauft haben, denn der Ärger wäre vorprogrammiert.

Eines Tages kam einer an, der so ein professionelles Feuchtigkeitsmessgerät hatte. Nicht so ein Internet-Schrott, sondern eins das 900€ kostet und von Gutachtern verwendet wird. Damit fuhr er über die Wände und was soll ich sagen? Das Womo hatte nicht nur zwei Wasserschäden, sondern es war ein einziger Wasserschaden. Beide Wände im Alkoven, die Decke über der Sitzecke, die Wand in der Toilette und die komplette hintere Wand, an der die Fahrradträger befestigt sind. Überall war Feuchtigkeit messbar.

Offenbar hat sich die GFK Haut vom Dach an mehreren Stellen gelöst und da fand das Wasser seinen Weg in die Wände. An insgesamt acht Stellen über das ganze Wohnmobil verteilt gab es in den Wänden Feuchtigkeit. Nicht überall, aber so gut verteilt, dass das Dach hätte komplett runter müssen. Ach, und ein Unfallwagen war es auch.

Verkauft hat uns das Wohnmobil ein 77 Jähriger. Einer, der bei Siemens Werksleiter war. Einer, der versichert hatte, dass das Wohnmobil keine Wasserschäden hatte und unfallfrei war. Einer, der auf keinen Fall eine Junge Familie mit Kindern übers Ohr gehauen hätte.

Während ich das so ausspreche muss ich mich über mich selbst wundern. Der Geruch, den meine Frau und ich beim Kauf wahrgenommen hatten, war nicht nur der Geruch alter Leute, so wie wir uns das erklärt hatten. Es war der Geruch alter Leute, der sich mit dem Geruch von Feuchtigkeit vermischt hatte.

Nun ist das Wohnmobil weg und wir sind schlauer. Diese Lektion hat uns schlappe 433 Stunden unseres Lebens gekostet. Wieviel das ist, kannst du dir selbst ausrechnen.

Und was hast du daraus gelernt mein Junge?

Nun, in erster Linie natürlich, dass ich über keinerlei Menschenkenntnis verfüge und zu schnell vertraue. Ich sollte mir eine Portion Mistrauen besorgen und es grundsätzlich dann rausholen, wenn es um Geld geht.

Zweitens sollte ich keine Weißware kaufen, ohne ein Gutachten erstellen zu lassen. Denn die Wasserschäden waren mehre Jahre alt und der alte Sack wusste davon. Garantiert. Bloß, man sieht es nicht. Man muss es mit geeigneten Geräten messen. Zwar kostet das Gutachten auch Geld, aber ganz sicher keine 433 Stunden Lebenszeit.

Drittens: Wenn es um mobile Häuser geht, dann ist eindringendes Wasser das allergrößte Problem. Denn es vernichtet Substanz. Also entweder das Haus aus nicht-rottenden Materialien bauen, oder jeden Stoß doppelt und dreifach abdichten.

Das Positive an der Sache ist, dass wir nun für das Thema sensibilisiert sind. Allgemein habe ich das Gefühl, dass wir unser Hirn nun öfter einschalten, wenn um das Thema Geld und Konsum geht. Sowohl meine Frau als auch ich überlegen zweimal, bevor wir etwas kaufen. Denn die Anschaffung muss in das ortsunabhängige Leben passen und da ist bei weitem weniger Platz als in unserem Haus.

Ich denke, dass wir in zwei Monaten soweit sind. Dann gehts wieder runter nach Spanien. Erstmal wieder im PKW, aber selbst das ist ok. Hauptsache los.

Du und ich hören uns in ein paar Wochen wieder. Ich wünsche dir ein paar sonnige Tage.

Bis dann.

Über diesen Autor gibt es soviel zu sagen, das passt hier alles gar nicht hin. Am Besten kontaktieren und kennenlernen 😉.

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