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#25 – Die Reise eines Helden

SpotBeat Family Podcast
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#25 - Die Reise eines Helden
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Als ich vor einigen Jahren begonnen habe mich mit online Marketing zu beschäftigen – eigentlich nur aus der Not heraus, bin immer wieder über den Begriff Storytelling gestolpert. Storytelling ist genau das, wonach es klingt: Das Erzählen von Geschichten.

In den Büchern über Marketing ging es oft darum, wie Marken ihren Kunden Geschichten erzählen und dadurch sagenhaft erfolgreich sind. Oder anders ausgedrückt: Es ist sehr gut erforscht, wie Unternehmen ihre potenzielle Kunden dazu bringen die Brieftasche zu ziehen, indem sie ihnen gute Geschichten erzählen.

Der Grund warum Geschichten bei uns Menschen so gut funktionieren, liegt in unserer Vergangenheit. Zig Tausende von Jahren hockten wir um Feuerstellen herum und erzählten uns gegenseitig irgendein Zeugs. Je spannender die Erzählung, je überraschender die Pointe, desto länger blieb die Botschaft in unserem Gedächtnis haften. So haben wir Wissen von Generation zu Generation weitergegeben.

Fernsehen und Smartphone haben das Lagerfeuer mittlerweile abgelöst, aber eine Geschichte ist nach wie vor das beste Transportmedium für Botschaften direkt in unser Hirn und unser Gedächtnis.

Jetzt gibt es aber gute Geschichten und welche, die uns nicht gerade vom Hocker hauen. Da wir Menschen niemanden langweilen wollen und nach sozialer Anerkennung streben, möchten wir natürlich unsere Geschichten so erzählen, dass dem anderen die Kinnlade runterfällt oder er unser Produkt kauft.

Aber spätestens dann, wenn man versucht die Theorie in die Praxis umzusetzen, stellt sich Frage:

Was macht eine gute Geschichte überhaupt aus?

Die Antwort auf diese Frage, was das mit uns zu tun hat und warum es auch für dich interessant sein könnte die Antwort zu kennen, darum geht es heute.

Willkommen zu der 25. Folge des SpotBeat Family Podcasts. Mein Name ist Sergej.

Bereits die Griechen haben sich Gedanken darüber gemacht, wie man eine Geschichte so erzählt, dass die Menschen einem an den Lippen hängen. Sie waren auch diejenigen, die sich eine art Mustervorlage für erfolgreiche Geschichten ausgedachten haben, die heute unter der Bezeichnung „Heldenreise“ oder „Heldenfahrt“ zu finden ist.

Eine Heldenreise, ist wie der Name schon sagt, die Reise eines Helden. Oder ein Held, der auf Reisen geht. Aber wer ist ein Held, was macht ihn aus und was unterscheidet ihn von einem Nicht-Helden?

Tupac Shakur war ein Held. R.I.P Alta.

Ja selbst ein Rapper kann für manche eine Held sein. Vereinfacht gesprochen macht ein Held etwas, was die Masse der Menschen nicht tut oder sich nicht traut zu tun. Er vollbringt etwas außeralltägliches. Er hockt nicht den ganzen Tag vor dem Fernseher und kaut Chips. Nein, er rettet die Welt.

So ne Welt retten kann ja nicht jeder. Da drängt sich doch die Frage auf wo Helden eigentlich herkommen – denn niemand wird als Held geboren. Es scheint, als ob man zu einem Helden einfach wird. So wie man Barkeeper oder Astronaut wird.

Helden verbinden wir mit aufregenden Abenteuern in fremden Ländern. Dafür mussten sie ihre Komfortzone verlassen. Raus aus dem Bekannten und rein ins Unbekannte gehen. Sie mussten eine Reise antreten, um diese Abenteuer zu meistern und kamen als Sieger wieder zurück.

Die Heldenreise als Mustervorlage für eine gelungene Geschichte funktioniert so gut, dass eine ganze Menge erfolgreicher Bücher und Hollywood Filme auf dieser Vorlage aufbauen. ET der Außerirdische, Star Wars, die Matrix, Herr der Ringe, alle Marvel und DC Filme, Herry Potter, König der Löwen, das Dschungelbuch usw. usw.

Mir fällt spontan kein erfolgreiches massentaugliches Buch oder Film ein, der nicht nach der Mustervorlage der Heldenreise geschrieben ist.

Ach erzähl doch keinen Quatsch. Was sollen denn Mowgli und Frodo gemeinsam haben?

Dazu komme ich gleich. Aber die viel spannendere Frage ist: Was hast du mit ihnen gemeinsam? Mal sehen, ob du eine Parallele finden wirst.

Die Heldenreise ist in unterschiedliche Kapitel unterteilt und fängt mit Kapitel eins an:

Die gewohnte Umwelt

Der Zuschauer wir abgeholt und soll sich mit dem Hauptcharakter identifizieren. Es wird die Komfortzone des Helden gezeichnet, damit der Zuschauer sich in sein Leben hineinversetzen und – wer weiß – sich selbst vielleicht sogar wieder erkennen kann.

Hallo, mein Name ist Harry Potter und ich bin ein 8-Jähriges Waisenkind. Meine Eltern sind tot und ich lebe bei meinem bekloppten Onkel, der mich auf dem kalten Dachboden pennen lässt. Er füttert mich mit Resten, die nach dem Essen übrig bleiben. Ich finde mein Leben echt kacke.

Mein Name ist Neo. Ich bin Softwareentwickler in so nem Konzern und habe einen 9-to-5 Job. Das Geld ist Ok, aber mein Boss nervt und das nur weil ich ständig verpenne und zu spät komme. Mein Leben hat keinen tieferen Sinn, deshalb hacke ich jede Nacht unsere Regierung. Ich weiß nicht was, aber ich denke die verheimlichen uns etwas.

Oft passiert es uns, dass wir Gemeinsamkeiten finden und uns angesprochen fühlen. Das ist auch gewollt, denn das erste Kapitel der Heldenreise soll uns sagen: Der Held, der noch kein Held ist, ist ein ganz normaler Mensch so wie du und ich und hat ein ganz eigenes Päckchen im Leben zu tragen. Kann vielleicht seinen Job nicht leiden oder wird gemobbt. Findet keinen Partner oder hat einen geliebten Menschen verloren.

Man das ist ja gruselig. Ne, bei mir ist im Gegensatz zu den anderen Kaputten alles tuti. Mein Name ist Frodo und ich hänge mit meinem barfüssigen Kumpels im Auenland ab. Wir saufen, kiffen, machen Party. Kann mich eigentlich nicht beschweren. Gut, jeder Tag ist wie der andere, aber ich mag das.

Auch das ist ein legitimer Anfang für eine Heldenreise.

Fakt ist, dass es keinen Menschen da draußen gibt, der zu 100% mit seinem Leben zufrieden ist – es sei denn er ist auf Drogen. Wir alle haben etwas, was wir gern ändern würden. Manchmal können wir konkret benennen was uns stört. Manchmal ist es aber auch nur ein subtiles unbestimmtes Gefühl von Mangel oder Unzufriedenheit.

Manche von uns befinden sich seit Jahren in der selben Tretmühle und manche leben einen Zustand, der bestenfalls als „unbestimmt“ bezeichnet werden kann.

Kommen wir zum zweiten Kapitel – der Ruf des Abenteuers.

Hey Frodo, hör zu. Gandalf hier. Pass auf. Da kommen 12 vermummte auf nem Pferd geritten, die wollen dich killen.

Mich? Warum mich? Ich habe doch gar nichts getan!

Das spielt keine Rolle. Nimm diesen Ring hier, lauf ca. 12.000 Kilometer nach Norden und wirf ihn in den Vulkan. Gleich danach bekommst du deine Grundrechte wieder.

In diesem Kapitel der Heldenreise passiert etwas, was den zukünftigen Helden aus der Bahn wirft. Er wollte es gar nicht, aber das Ereignis ist nunmal eingetroffen und zwingt ihn zum Handeln. Er muss seine Komfortzone verlassen und sich mit einem Problem auseinander setzen. Aber eigentlich will er nicht. Er kennt die Lösung für das Problem nicht, versteht aber, dass er sich nun auf die Suche nach der Problemlösung machen muss.

Das ist der Zeitpunkt, an dem der Held seinen Rucksack packt und eine Reise in eine ungewisse Zukunft antritt. Eine Reise, die sein komplettes Leben auf den Kopf stellt.

Jedem Menschen widerfährt früher oder später so ein Ereignis. Der Verlust eines geliebten Menschen, unerwartete Kündigung, ernsthafte Erkrankung, Mobbing, Corona Maßnahmen einer gekaperten Regierung, usw.

Ereignisse dieser Art machen uns bewusst: Ich muss etwas tun. Keine Ahnung was, aber ich muss.

Drittes Kapitel – Begegnung mit dem Mentor.

Du Balu, sag mal, warum können die anderen mich nicht leiden?

Tja Mogli. Bist ein Mensch. Und Menschen sind – wie soll ich es dir schonend beibringen – sind einfach kacke.

Dem Helden begegnen auf seiner Reise s.g. Mentoren. Das sind Menschen oder Tiere, die einfach mehr Plan als der Held haben. Oft sind die Mentoren bereits den gleichen Weg gegangen oder sind einfach nur erfahrener als der Held.

Joda hat Luke Skywalker beispielsweise ein paar coole Moves mit dem Lichtschwert gezeigt. Die Göttin der Tugend hat Hercules solange zugelabert, bis er nachgegeben und auf sein eigenes Glück verzichtet hat. Und was hat nochmal Morpheus getan?

Pass mal auf Neo. Hier sind zwei bunte Pillen. Entscheide dich für eine davon, aber nimm nicht die blaue.

Mentoren sind weise und haben die Aufgabe dem Helden die Richtung zu weisen. In scheinbar ausweglosen Situationen geben sie Hilfestellung.

Wir alle kennen solche Mentoren. Es sind entweder Menschen, die wir persönlich kennenlernen oder solche, die wir nur aus Büchern und YouTube Channels kennen.

Sie beschäftigen sich – genau so wie wir – mit etwas, was uns gerade unter den Fingern brennt, sind aber meistens weiter als wir. Von ihnen erfahren wir, was wir ausprobieren könnten, um unser Problem zu lösen.

Bin ich beispielsweise ein Alki, dann höre ich mir an, was einer zu sagen hat, der seit 5 Jahren trocken ist. Will ich tauchen lernen, dann höre ich dem aufmerksam zu, der das schonmal gemacht hat.

Viertes Kapitel – Bewährungsproben

Die Reise des Helden ist ein ständiges Auf- und Ab. Auf Rückschläge folgen Erfolgserlebnisse. Freunde und Feinde kristallisieren sich heraus und es kommt auch mal vor, dass der Held von seinen eigenen Homies verraten wird.

Oft scheint es so zu sein, als ob der Held in einer Sackgasse oder in einer ausweglosen Situation landet, nur um dann doch die Herausforderung zu meistern.

Saruman, du weißbärtiger Hexer. Warum hast du mich verraten? Hat dich der Ring der Macht etwa in die Demenz getrieben?

Man Gandalf, du weißt doch wie das läuft. Die Kohle passt. Es gibt gratis Gummibärchen und Saurons Mädchen können echt überzeugend sein. Komm doch zu uns. Ich lasse die Orks was nettes für uns kochen.

Eine Heldenreise wäre keine Heldenreise, ohne Stolpersteine und Hindernisse. Jeder von uns stößt auf Probleme, die unlösbar erscheinen, bis – nun ja – wir sie lösen.

Aber egal, wie beschwerlich der Weg auch zu sein scheint – der Held verliert sein Ziel nicht aus den Augen. Er wühlt sich durch den Dreck. Fällt er hin, dann steht er auf und geht weiter. Und zwar bis zum fünften Kapitel:

Die finale Prüfung

Das ist der Endgegner und der Höhepunkt der Geschichte. Hier wird der angehende Held zu einem echten Helden, in dem er seinen Gegner bezwingt und als Sieger aus dem Kampf hervorgeht.

Das geht ganz plump wie in Karate Tiger, in dem Jason dem Penner Kraschinsky ein paar Backpfeifen verteilt oder auch subtiler wie in E.T. der Außerirdische, wo Elliot nach einer krassen Verfolgungsjagd dem Alien zur Flucht verhilft.

Und nicht gerade selten geht es dabei um Leben und Tod:

Ssst. Ssst. Nimm das du Asmatiker.

Luke, ich war dein Vater….

In allen Fällen wächst der Protagonist über sich hinaus, löst das dicke Problem, das der Anlass seiner Reise war und wird dadurch zu einem echten Helden. Meistens gibt es auch eine fette Belohnung wie ein Königreich, ein Mädchen oder eine jubelnde Menge.

Den Endgegner zu besiegen, nimmt Last von den Schultern des Helden. Es lässt ihn entspannen und macht einen neuen Menschen aus ihm. Vor Problemen dieser Art wird er sich in Zukunft weniger fürchten, denn er hat an Erfahrung dazu gewonnen und seine Komfortzone erweitert.

Weil er sich jetzt auskennt, kann er mit diesem Wissen anderen angehenden Helden, die auf ihrer ganz eigenen Heldenreise sind, als Mentor zur Seite stehen.

Letztes Kapitel – die Rückkehr

Nachdem alle Gegner platt sind, die Sonne wieder scheint und die Vögelchen zwitschern, kehrt der Held zurück nach Hause. Er ist nicht mehr der Mensch, der er vor Reise war, denn er hat sich weiterentwickelt. Seine Umgebung erkennt ihn nicht mehr wieder und auch er betrachtet sein altes Leben mit ganz anderen Augen.

Kann sein, dass er sein Leben ordentlich umkrempelt. Ein paar toxische Menschen aussortiert, seinen Job kündigt oder einfach seine Sache packt und geht. Kann aber auch sein, dass er nun umso mehr zu schätzen weiß, was er zuvor hatte.

Hey, Tarzan, dir ist schon klar, dass du fliessendes Wasser, Kutschen und coole Zylinderhüte gegen Nasshornscheisse eingetauscht hast, oder?

Ja Akut. Aber man, diese Dschungelluft und der frisch gepresste Saft aus Weizengras. Das ist es mir wert.

Das ist das berühmte Happy end, an dem der Held in den Sonnenuntergang reitet. Die Geschichte hat ein Ende. Aber: Nach der Heldenreise ist vor der Heldenreise.

Das waren im Wesentlichen die unterschiedlichen Etappen einer Heldenreise, wie sie in unzähligen Filmen und Büchern erzählt wird.

Mich persönlich fasziniert die Tatsache, das eine einfache Schablone wie diese uns immer und immer wieder vor dem Fernseher kleben lässt. So als ob wir den selben Film jedes Mal mit anderen Schauspielern sehen und uns trotzdem nicht langweilen.

Kann es sein, dass die Heldenreise uns Menschen deshalb so gut gefällt, weil sie in unserer DNA verankert ist? Weil sie einen Prozess beschreibt, den wir Menschen durchlaufen müssen, um die zu werden, die wir eigentlich sein wollen?

Sind wir nicht alle von Menschen fasziniert, die ihren Fuss auf die Bergspitze des Mount Everest gesetzt haben? Oder von den Self-Made-Menschen, die sich in jahrelanger fokussierter Arbeit ihren Wohlstand verdient haben? Von den Menschen mit Six-Packs, oder den, die an den interessantesten Orten der Welt herumwandern?

Aber ganz egal wie sehr wir das selbe erreichen wollen, wir ahnen zugleich wie schmerzhaft der Weg dorthin ist. Wir sehen das Unbekannte, erahnen die Herausforderung und bekommen Angst. Wir haben schon Lust auf einen Six-Pack, aber das ganze nächste Jahr eine Diät durchziehen und jeden Morgen ne Stunde trainieren?

Ne, lass ma.

Und das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum Helden so selten sind und eine Ausnahme bilden. Außeralltägliche Dinge zu vollbringen gehört eben nicht zum Daily Job einer Masse. Die wenigsten stehen auf und machen sich auf den Weg. Manche gehen zwar los, fallen dann aber hin und bleiben liegen. Nur einige wenige stehen auf und gehen weiter. Und zwar solange, bis sie den Endgegner besiegt haben.

Aber egal wie man die Sache auch dreht und wendet. Eine Abkürzung gibt es nicht. Es führt kein Weg an der Heldenreise vorbei, wenn wir eines Tages nach der Trophäe greifen wollen.

Also gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder da sitzen bleiben, wo man ist. Oder aufstehen und losgehen.

Auch wir sind seit einem halben Jahr auf unserer ganz persönlichen Heldenreise auf der es rauf und runter geht. Gerade eher runter als rauf.

Wir sind seit einigen Wochen aus Georgien zurück und haben alles erledigt, was wir erledigen wollten. Zumindest fast. Denn eine Kleinigkeit fehlt. Nach unserer Rückkehr hat uns die Bank ohne Begründung mitgeteilt, dass sie kein Konto für unsere neue Firma eröffnen wollen.

Ich war zunächst überrascht, aber dann dachte ich so nach, klatschte mit der Hand gegen meine Stirn und muss zugeben: selbst schuld. Ich weiß, was mir für ein Fehler unterlaufen ist, verbuche es unter Lehrgeld und bin froh, dass wir eine alternative Lösung dafür haben.

Solange wir nicht alles in trockenen Tüchern haben, möchte ich darüber aber auch nicht viel mehr erzählen. Es ist ein komplexes Themengebiet, das in einem Gespräch besser aufgehoben ist, als in einem Monolog. Und wer mich kennt, weiß, dass ich gern darüber quatsche.

Beim Thema Schule sind wir – zumindest gedanklich – etwas weiter. Gerade ist die Situation erträglich, weshalb unsere Kinder regulär zur Schule gehen.

Naja, und weil – seien wir mal ehrlich – ihr keine 20 Meter von der Schule entfernt wohnt und euch schlecht verstecken könnt, oder?

Ne können wir wirklich nicht. Das Dorf wusste schon am ersten Tag unserer Rückkehr bescheid, dass wir wieder da sind. Ist aber auch ok so. Die Kids haben sich auf ihre Freunde schon die ganze Zeit gefreut und holen das Versäumte gerade nach.

Auf jeden Fall beendet unsere älteste die vierte Klasse und wir haben sie nicht an einer weiterführenden Schule angemeldet. Bedeutet für uns: Nach den Sommerferien können wir hier nicht bleiben.

Wir haben nächste Woche ein Gespräch mit dem Gründer der Wilhelm von Humboldt Online Privatschule und schauen mal, ob das was für unsere älteste ist. Wenn ja, dann werde ich wohl für das Schulgeld ein paar Tage im Monat extra arbeiten müssen.

In Deutschland zu sein und die Kinder in eine Online-Schule zu schicken geht aber nicht. Denn wir haben eine Schulanwesenheitspflicht. Mit anderen Worten: Ganz egal ob sie da was lernen oder nicht, sie haben im Gebäude zu sitzen.

Auch beim Thema LKW-Ausbau sind wir weiter. Bzw. machen eher Rückschritte. Wir verschieben den Ausbaubau nämlich auf nächstes Jahr.

He, wie jetzt?!

Jepp. Wir hatten einen sehr angenehmen Besuch von Stephie und Ralf, die wir in der Nähe von Gibraltar kennengelernt hatten. Auch sie möchten einen LKW ausbauen und so hatten wir eine Menge Gesprächsstoff. Die Zahlen sehen leider nicht gut aus. Ich schätze, wir müssen da wohl noch einwenig sparen. Denn günstiger als 100.000 Euro wird es nicht werden. Und auch der knappe Zeitplan ist für die Qualität des Ausbaus eher kontraproduktiv.

Wenigstens habe ich den zweiten Meilenstein beim Thema LKW Führerschein genommen und habe die beiden ärztlichen Gutachten bekommen.

Kein Ahnung wofür ich 120€ bezahlt habe, aber viel mehr als einen Augentest, eine Blutdruckmessung und Smalltalk gab es für das Geld nicht. Ganz im Gegenteil. Nur weil ich vor mehr als 30 Jahren eine Herz-OP hatte, muss ich jetzt bei einem Kardiologen vorsprechen und mir bescheinigen lassen, dass ich morgen nicht umkippe.

Unsere geliebte Elefantenkuh steht seit drei Wochen online zum Verkauf und die Anzahl der Interessenten hat uns überrascht.

Also bitte. Das wohl treffendere Wort ist „überschaubar“. Die Anzahl der Interessenten ist überschaubar.

Gut, könnte natürlich auch daran liegen, dass wir den Preis einwenig überhöht haben, aber schließlich muss man sich ja irgendwie ran tasten. Oder wie heißt es so schön: Jeder Idiot kann einen Euro für 50 Cent verkaufen.

Insgesamt kann ich sagen, dass wir zwar kleine Fortschritte machen, aber lange nicht in der Größenordnung, wie wir das machen müssten. Deshalb hoffe ich dir in der nächsten Folge auch von ein paar größeren Erfolgserlebnissen erzählen zu können.

Zum Schluss gibt es von mir noch ein kleines Zitat. Also nicht von mir, sondern dem Autor, der Die Abenteuer des Huckleberry Finn geschrieben hat.

Dabei geht um die Reise zweier Jungs – der eine schwarz, der andere weiß – die den Mississippi runter paddeln und allerlei Abenteuer erleben. Der Autor dieses Romans war Mark Twain. Ein Mann, der selbst am Mississippi geboren ist, viel reiste ist und dem folgendes Zitat zugeschrieben wird:

Heute in zwanzig Jahren wirst Du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die Du versäumt hast, als über die, die Du getan hast. Also mache die Leinen los, verlass den sicheren Hafen, fang den Fahrtwind in deinen Segeln. Forsche, träume, entdecke!

Mark Twain

Wir hören uns bald wieder.

Bis dann

Über diesen Autor gibt es soviel zu sagen, das passt hier alles gar nicht hin. Am Besten kontaktieren und kennenlernen 😉.

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